Sie fragen sich vielleicht, was der Unterschied zwischen einer Trockensauna, einer Feuchtsauna und einem Dampfbad ist - und vielleicht haben Sie auch schon von anderen Arten gehört. Sie alle dienen dazu, das Schwitzen zu fördern, aber sie verwenden unterschiedliche Arten von Wärme, um dies zu erreichen.
Die finnische Sauna
Um eine angenehme, milde und heilsame Atmosphäre in der finnischen Sauna zu schaffen, muss der größte Teil der Inneneinrichtung aus Holz gefertigt sein. Ausgedehnte Glasfronten und Steinwände mögen zwar zeitgemäß und ästhetisch ansprechend sein, aber je mehr Holz, desto besser das Klima in der Sauna, denn nur Holz ist in der Lage, die Wärme während der Aufwärmphase gleichmäßig aufzunehmen und später wieder gleichmäßig abzugeben. Holz ist auch in der Lage, die erhöhte Luftfeuchtigkeit zu absorbieren, wenn Wasser über die heißen Steine gegossen wird, so dass die Luftfeuchtigkeit in der Sauna unter 10% bleibt, selbst wenn die Lufttemperatur 80-90°C beträgt. Ein weiterer großer Vorteil von Holz ist, dass es sich durch seine Wärmeleitfähigkeit nicht so stark aufheizt wie andere Materialien, so dass die Saunabesucher keine Verbrennungen erleiden.
Es gibt finnische Saunen, die Platz für 1-300 Personen bieten. Die Sauna fühlt sich nicht nur heiß an, weil Sie den Raum aufheizen und Wasser auf die Kohlen geben, sondern auch wegen der Kondensation des Wassers auf Ihrem Körper. Wenn das Wasser auf Ihrer kühleren Haut kondensiert, überträgt es die Wärme auf Sie.
Sie schwitzen als natürliche Reaktion, um Ihren Körper kühl zu halten. Wenn der Schweiß verdunstet, gibt er Wärme ab und versucht so, Sie abzukühlen.
In der finnischen Sauna wird trockene Wärme aus einem Ofen oder heißen Steinen verwendet, um den Raum auf 80-90 °C bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit zu erwärmen. Sie können Wasser zu den Kohlen/Steinen hinzufügen, um eine "feuchtere" Sauna zu erzeugen und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Die Wärme kann durch ein Feuer und Kohlen, einen Holzofen oder ein elektrisches Element erzeugt werden. Sie alle erzielen die gleichen Ergebnisse. Bei Emerald Spa sind unsere Öfen elektrisch, um das sicherste und am einfachsten zu kontrollierende Saunaerlebnis zu bieten.
Wir bieten auch Saunaerlebnisse mit Massagen aus Birken- oder Buchenzweigen (russischer "Banja"-Stil), bei denen die natürlichen Öle und Aromen der Zweige zum Tragen kommen.
Dampfbad
Dampfbäder hingegen arbeiten mit feuchter Wärme. Sie arbeiten mit niedrigeren Temperaturen, in der Regel zwischen 43 und 49 °C und 100 % relativer Luftfeuchtigkeit.
Sie sind normalerweise komplett gefliest. Man betritt das Dampfbad ohne Handtuch oder Kostüm und setzt sich einfach auf die gekachelten Bänke, nachdem man den Bereich gewaschen hat. Nach der Benutzung wäscht man sie erneut, um für den nächsten Benutzer bereit zu sein. Das Reinigungsritual des "Hammam" findet ebenfalls im Dampfbad statt, oder andere Salz- und Zuckerpeelings.
Im Emerald Spa planen wir, in einigen Monaten unser Dampfbad zu eröffnen.
Andere Saunatypen verfügbar:
Infrarot-Sauna
John Harvey Kellogg erfand 1891 mit seinem elektrischen Glühlichtbad die Strahlungswärme-Sauna, die die Wärmestrahlung des Lichts zur Erwärmung des Körpers nutzt. Herkömmliche finnische Saunen erwärmen die Luft und nutzen Konvektion und Konduktion, um den Körper zu erwärmen, was einen Ofen mit hoher Temperatur erfordert, während die Infrarotsauna direkte Strahlung nutzt und daher mit einer niedrigeren Temperatur arbeiten kann. Die Infrarotsaunen verbrauchen weniger Strom und sind daher billiger im Betrieb. Außerdem wird in solchen Saunen kein Wasser verwendet, so dass die Luft nur trocken, aber nicht feucht ist. Die durchschnittliche Umgebungstemperatur in einer Infrarotsauna liegt in der Regel bei 40-60 °C im Vergleich zu 70-90 °C in herkömmlichen Saunen.
Während manche diese Art von Sauna bevorzugen, gilt sie für bestimmte Personen (z. B. während der Schwangerschaft) als nicht geeignet. Einige Puristen betrachten diese Art von Sauna überhaupt nicht als eine echte Sauna.
Rauchsauna
Die Rauchsauna (finnisch savusauna, estnisch suitsusaun, Võro savvusann) ist eine der ältesten Formen der Sauna. Sie ist einfach ein Raum mit einem Steinhaufen, aber ohne Schornstein. Direkt unter den Steinen wird ein Feuer angezündet, das nach einiger Zeit wieder gelöscht wird. Die in den Steinen gespeicherte Wärme und das frühere Feuer werden zur Hauptquelle für die Beheizung der Sauna. Nach diesem Vorgang werden Asche und Glut von der Feuerstelle entfernt, die Bänke und der Boden gereinigt und der Raum eine Zeit lang gelüftet und erfrischt. Der Rauch setzt auf allen Oberflächen eine Rußschicht ab. Wenn die Bänke und Rückenlehnen entfernt werden können, während das Feuer brennt, verringert sich der Reinigungsaufwand. Je nach Größe des Ofens und der Lüftungszeit kann die Temperatur niedrig sein, etwa 60 °C (140 °F), während die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist. Die Tradition ist in Finnland fast ausgestorben, wurde aber in den 1980er Jahren von Liebhabern wiederbelebt. Im heutigen Finnland werden sie noch immer von einigen Enthusiasten genutzt, allerdings in der Regel nur zu besonderen Anlässen wie Weihnachten, Neujahr, Ostern und Juhannus (Mittsommernacht). Rauchsaunen sind in Südestland bis heute beliebt.